unendlich wandern.

365 Tage vor der Gartenschau

Am 10. Mai 2018 - genau ein Jahr vor Beginn der Remstal Gartenschau 2019 - das einzigartige Wander-Event durchs Remstal statt. Über Stock und Stein, durch Wiesen, Wälder und über Hügel und Felder ging es am Donnerstag für mehr als 700 Teilnehmer der 24|12 Stunden-Wanderung durchs Remstal. Tolle Ausblicke, leckeres Essen und das gute Wetter, das beinahe bis zu Ende hielt, sorgten trotz der Anstrengung für eine ausgelassene Stimmung.

Hier finden Sie ein Rückblick in Bildern.

remsabwärts - 24 Stunden, 65 Kilometer!

Gut gelaunt und voller Tatendrang trudelten die Teilnehmer der 65 Kilometer-Etappe ab 22:30 Uhr am Startpunkt in Lorch-Waldhausen ein. Mit grüner Mütze, Buff-Tuch und Stirnlampe gewappnet, warteten die rund 350 Wanderer gespannt auf den Startschuss. Nach einer kurzen Begrüßung von Dr. Dieter Hermann, dem Ersten stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Lorch, Bernd Magenau vom Schwäbischen Albverein sowie Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstal Gartenschau 2019 GmbH, folgte eine Kurzandacht des Schola Cantorum Lorchensis. Begleitet von gregorianischen Gesängen machten sich Wanderer dann pünktlich um Mitternacht gemeinsam mit insgesamt 51 Wanderführern auf die Strecke des neuen Remstal-Wegs. Gleich zu Beginn setzte sich eine kleine Wandergruppe ab und animierte auch die restlichen Teilnehmer zügig zu gehen. Schon bei der ersten großen Pause in Urbach war klar, dass die geplanten Öffnungszeiten der Versorgungsstationen deutlich vorverlegt werden müssen. „Mein Team hat super reagiert und alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass auch die schnellsten Wanderer immer zu essen und zu trinken bekommen. Mein großer Dank gilt den Kommunen, Vereinen, ehrenamtlichen Helfern und unseren SAV-Wanderführern für die Flexibilität und ihren unglaublichen Einsatz an diesem Tag. Nicht zuletzt möchte ich mich auch bei den Wanderern bedanken, die sich das ein oder andere Mal kurz gedulden mussten“, so Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstal Gartenschau 2019 GmbH. Bereits nach knapp 13 Stunden kamen die Ersten im Ziel in Remseck am Neckar an. Nach 15 Stunden und 20 Minuten erreichte Remsecks Oberbürgermeister Dirk Schönberger den Torbogen mit der Aufschrift „Geschafft!“. Schönberger zeigte sich mehr als erleichtert, die Strapazen hinter sich zu haben. „40 Kilometer waren purer Spaß, die letzten 25 Kilometer haben mich unglaublich angestrengt“, sagte Schönberger. Belohnt wurden die Läufer mit einer Pasta-Party, kühlen Getränken und einer Urkunde, die von Remsi, dem Gartenschau-Maskottchen, überreicht wurde. „Wir sind besonders froh, dass das Wetter so gut mitgemacht hat. Lediglich die letzten Wanderer, die gegen 18.30 Uhr in Remseck am Neckar eingetroffen sind, haben Regen abbekommen“, resümierte Thorsten Englert.

 

 

remsaufwärts - 12 Stunden, 35 Kilometer!

Eigentlich waren heftige Unwetter mit Blitz, Donner und Regen vorhergesagt, doch los gings in Schwäbisch Gmünd-Kleindeinbach bei strahlendem Sonnenschein. Landrat Klaus Pavel begrüßte gemeinsam mit Dr. Joachim Bläse, dem Ersten Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, sowie Gerhard Vaas, dem Vorsitzenden des Nordostalbgaus die rund 400 Teilnehmer. Aufs Kommando von Geschäftsführer Thorsten Englert ließen die Wanderer einen Schwarm grüner Luftballons in den sonnigen Himmel steigen, bevor der Musikverein Großdeinbach zum Abmarsch blies. Das Feld wurde nach dem Massenstart zwar auch bald auseinander gezogen, doch spätestens an den Versorgungsstationen fanden sich immer wieder fast alle gemeinsam ein. Bei Gaisburger Marsch, Kaffee und Kuchen tauschten die Teilnehmer Erlebnisse aus, klebten Blasenpflaster und stärkten sich für den weiteren Weg. Nach steilen Abschnitten durch die Wälder bei Schwäbisch Gmünd wurde die Strecke zunehmend flacher und der Blick über das Remstal weiter. Die Wanderer selbst blieben fast bis zum letzten Versorgungsposten in Mögglingen trocken. Dann gab es immer wieder Regenschauer. Gegen 17:30 Uhr kamen die ersten Wanderer bereits im 35 Kilometer entfernten Ziel in Essingen an. Nass und erschöpft erreichte die letzte Gruppe um 20 Uhr die Remstalhalle. Mit Bratwurst und Bier konnten sie den Tag gemütlich ausklingen lassen. „Wir sind mehr als zufrieden und freuen uns, dass die Nacht und der Tag ohne große Zwischenfälle verlaufen sind. Wir hätten den für uns so wichtigen 10. Mai, ein Jahr vor Beginn der Remstal Gartenschau 2019, nicht besser feiern können“, betonte Thorsten Englert.