Unendlich vielseitig
in Waiblingen

Stadt Waiblingen

Fluss und Stadt im Einklang

Mehr als 53.000 Einwohner leben in der Großen Kreisstadt Waiblingen, die zugleich der Verwaltungsmittelpunkt des Rems-Murr-Kreises mit 420.000 Einwohnern ist. Das etwa 12 km östlich der Landeshauptstadt Stuttgart gelegene Mittelzentrum bietet somit sämtliche Vorzüge einer Metropolregion, ohne deren Nachteile.

Waiblingen zählt zu den schönsten Fachwerkstädten in Süddeutschland. Die Altstadt mit ihren dominanten Türmen und eindrucksvollen Fachwerkhäusern lädt zu einer Entdeckungstour ein. In der Stadt an der Rems treffen sich Tradition und Moderne. Eine leistungsfähige Wirtschaft, eine vielfältige Gastronomie, ein attraktives Einkaufsangebot, zahlreiche Feste und kulturelle Veranstaltungen sowie die landschaftliche Vielfalt sind Ausdruck der Lebendigkeit und Offenheit von Waiblingen.

An der Rems

Waiblingen liegt eng an die Remsauen geschmiegt, die von vielen Stellen in der Altstadt aus immer wieder im Blickfeld liegen. Der Grünbereich der Talaue ist die direkte Verbindung der Stadt in die Natur. An vielen Stellen ist die Verknüpfung von Stadt und Fluss erlebbar: das Rauschen eines Wehres, der zügig fließende Mühlkanal, zahlreiche Brücken für Fußgänger vom Kirchenhügel bis zum Galerieplatz, der Biergarten auf der Schwaneninsel, Kunstwerke in der Talaue und Orte wie das „Bädertörle“ und das „Tränktörle“. Kleine Gärten in der Altstadt, die direkt an die Stadtmauer grenzen und der Apotheker- und der Pfarrgarten an der Nikolauskirche sind grüne Oasen in der historischen Altstadt.

Mittelalterliche Altstadt

Die Waiblinger Altstadt bezaubert durch ihre verwinkelten Gassen, romantischen Plätze, die schmucken Fachwerkhäuser, die imposanten Türme und die an vielen Stellen begehbare Stadtmauer mit Wehrgang. Häuser mit außergewöhnlichen Neidköpfen, die von oben herab auf die Besucher blicken sind eine Besonderheit im süddeutschen Raum. Das älteste Gebäude der Stadt, ein ehemaliges Gerberhaus in der Weingärtner Vorstadt 20 steht Vis-à-Vis dem jüngsten Ensemble aus Galerie, Kunstschule und Café Disegno.

Die Nikolauskirche aus dem Jahr 1269 schließt an ihrer Rückseite – mit Blick auf die Rems – an den Apothekergarten an. Im Stil eines Klostergartens werden in zwölf Beeten Pflanzen nach ihrer Heilwirkung auf die einzelnen Organe gezeigt. Gegenüber auf dem Kirchenhügel finden sich die spätgotische Michaelskirche und das zweistöckige Nonnenkirchlein (1496/1510).

Auf dem höchsten Punkt der Altstadt steht der Hochwachtturm. Dieser gehört zu den Bauten Waiblingens, die noch aus dem Mittelalter erhalten sind. Der Beinsteiner Torturm liegt an der Rems und blieb als einziger von einstmals drei Stadttoren erhalten.

Eine Besonderheit auf dem Waiblinger Marktplatz ist das bemalte Quaderhaus, daneben das Alte Rathaus mit seinen Arkaden. Liebevoll restaurierte Fachwerkensembles in der ganzen Altstadt machen das besondere Ambiente dieser dieses historischen Stadtkerns aus.

Die Geschichte Waiblingens

Archäologische Bodenfunde lassen auf eine durchgehende Besiedelung seit der Zeit um 5000 vor Christus schließen. In der römischen und alemannischen Zeit entwickelte sich das Gebiet um den heutigen Waiblinger Stadtkern zu einem wirtschaftlichen, später auch politischen und kirchlichen Zentrum, wurde zum Mittelpunkt der fränkischen Reichsgutverwaltung. Im 8. Jahrhundert kam Waiblingen in den Besitz der Karolinger, später der Salier, der „Heinriche von Waiblingen“ und schließlich der Staufer. Die erste urkundliche Erwähnung fand bereits 885 durch Kaiser Karl III. statt. Im frühen 13. Jahrhundert wurde Waiblingen Württembergisch, um 1250 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts. Das älteste erhaltene Stadtsiegel aus dem Jahr 1291 zeigt das Hauswappen der Wirtemberger, die drei übereinander liegenden Hirsch-Stangen. Waiblingen wurde Amts- und Hofstadt und brannte 1634 während des Dreißigjährigen Kriegs gänzlich nieder. Der Wiederaufbau erfolgte im barocken Stil – deshalb ist die fast vollständig erhaltene Altstadt heute eines der Juwele der Deutschen Fachwerkstraße. Im Jahr 1962 wurde Waiblingen „Große Kreisstadt“ und damit untere Verwaltungsbehörde. Bei der Kreisreform von 1973 wurde Waiblingen die Kreisstadt des nun aus den ehemaligen Kreisen Waiblingen und Backnang gebildeten neuen Rems-Murr-Kreises.

Shoppen...

Waiblingen ist eine attraktive Einkaufsstadt mit vielen inhabergeführten Fachgeschäften, ergänzt durch moderne Shoppingangebote wie dem neuen Einkaufs- und Dienstleistungszentrum „Postplatz-Forum“. Die Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereiche ermöglichen entspanntes Flanieren und anspruchsvolles Einkaufen. Nach wie vor Anziehungspunkt ist die glasüberdachte Einkaufspassage „Marktgasse" mit zahlreichen Läden in der Nähe des Marktplatzes. Mittwochs und Samstags ist in der Innenstadt Markttag, mit frischen regionalen Produkten.

Gastronomie

In Waiblingen erwarten Sie Restaurants, in denen internationale und schwäbische Gaumenfreuden in Verbindung mit kreativer Kochkunst und fachlicher Kompetenz erlebbar sind. In gemütlichen Cafés können Sie leckeren hausgemachten Kuchen genießen, aber auch Cocktailgenießer werden in zahlreichen Bars verwöhnt. Und Ihr Haupt betten Sie in gepflegter Hotellerie zur Ruhe.

Kultur in Waiblingen

Inmitten der idyllischen Talaue liegt das Bürgerzentrum Waiblingen. Es bietet Räumlichkeiten für Tagungen, Seminare und Fest- und Kulturveranstaltungen. Ein Restaurant und der Remskeller mit Kegelbahn ergänzen das Angebot. Ein paar Schritte weiter an der Rems entlang findet sich das Kulturhaus Schwanen mit der Kulturbar Luna, das junge und jung gebliebene Menschen aus der ganzen Region anzieht.

Wie zwei ans Flussufer geschwemmte Kiesel liegen sie die Rems weiter hinab: die Galerie Stihl Waiblingen und die angrenzende Kunstschule Unteres Remstal. Die Galerie zeigt in Wechselausstellungen vor allem „Arbeiten auf Papier“. Hochklassige Kunstausstellungen von Rembrandt und Dürer über Nolde bis zu Vicco von Bülow sind in der Galerie Stihl Waiblingen zu sehen. Zusammen mit der Kunstschule Unteres Remstal und dem Haus der Stadtgeschichte, dem Kulturhaus Schwanen und dem Bürgerzentrum Waiblingen bildet sie das Kulturufer an der Rems.

Waiblinger Ortschaften

Beinstein: An Sehenswertem sind in Beinstein das Rathaus aus dem Jahr 1582 mit Wappenscheiben von 1680 und die schlichte spätgotische Kirche mit ihrem als Sechseck erbauten Chor zu nennen. Der mittelalterliche und der neue Dorfbrunnen schmücken Beinstein, sowie die „Rialto-Brücke“ aus dem Jahr 1825.

Bittenfeld mit seinen historischen Gebäuden, der evangelischen Ulrichskirche, dem ehemaligen Pfarrhaus von 1721, dem Löwenbrunnen, sowie der über 500 Jahre alten und denkmalgerecht sanierten Zehntscheune, sind sehenswert. Ein besonderes Erlebnis bietet der Bittenfelder Besinnungsweg. Schillers Vater wurde 1723 in Bittenfeld geboren - eine Gedenktafel erinnert daran.

Hegnach liegt hoch über dem Remstal. Der Ortschaft zu Füßen liegt das tief eingeschnittene Remstal mit seinen naturbelassenen Flusswindungen. Das Türmchen des alten Rathauses von 1750 ist vor dem neuen Rathaus zu sehen. Weingärtner-Haustypen aus dem 18. Jahrhundert in der Kirchstraße und im Haldenholz und der ehmalige Schafhof, erbaut von Heinrich Schickhardt, schmücken Hegnach. In der Evangelischen Nikolauskirche von 1487 fallen schöne Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert auf.

Hohenacker wurde 1350 erstmals urkundlich erwähnt. Die Reste einer alten Brücke, die an einer historischen Handelsstraße lagen, künden davon. Interessant ist die „Vogelmühle" an der Rems mit separatem Backhaus und einem Kellerhäuschen am Berg. Aus der Ortschaft stammen die Eltern von Ottmar Mergenthaler, dem Erfinder der Linotype-Setzmaschine.

Neustadt: Eindrucksvoll sind die renovierten Häuserzeilen mit dem Pfarrhaus von 1586 im Unterdorf und dem Dorfbrunnen. 1683 wurde die Badquelle oberhalb der Neustädter Mühle entdeckt, 1819 wurde dort ein Badgebäude errichtet. Wohl einmalig im süddeutschen Raum sind die Fresken aus dem 14. Jahrhundert in der alten Martinskirche. Der umfangreiche Zyklus mittelalterlicher Wandmalereien zeigt Geschichten aus dem Neuen und dem Alten Testament, daneben biblische Erzählungen. Mythen ranken sich um das in den Fresken dargestellte Einhorn.

Veranstaltungen in Waiblingen

Der Höhepunkt des Festjahres in Waiblingen ist eindeutig das Altstadtfest, zu dem die Waiblinger Vereine in der Altstadt zu einem großen Fest einladen. Am gleichen Wochenende findet auf den Brühlwiesen, vor den Toren der Stadt, das Staufer-Spektakel statt und verwandelt die Remsauen in ein mittelalterliches Lager.

Oldtimer mit vier und zwei Rädern versammeln sich an einem September-Sonntag in der historischen Altstadt Waiblingens. Die Schau der automobilen Schmuckstücke vor den Fachwerkgebäuden und das Gastronomieangebot locken viele Besucher an. Im Spätherbst erhellt „Waiblingen leuchtet“ die Innenstadt für einen Abend. Kunst, Kultur und Shopping ergänzen sich an diesem Abend zu einem stimmungsvollen Event. Der Waiblinger Festkalender hält zu jeder Jahreszeit die unterschiedlichsten Veranstaltungen parat, von der Ausstellung über Theater, Comedy und Operette bis zu Vorträgen und Lesungen.