Erlebnistouren

Mit dem durchgängig beschilderten RemstalWeg, der in großen Teilen in herrlicher Aussichtslage verläuft, werden beide Seiten des Remstals auf rund 215 km Länge für Wanderer erschlossen. Der Remstal-Radweg führt von Weinstadt-Endersbach in einer Schlaufe über Fellbach zur Remsmündung, folgt ab dort  dem Flusslauf bis nach Essingen und endet in der Römerstadt Aalen.

Wandern: „Aussichtsreich“ unterwegs auf dem RemstalWeg


 

  • Start: Schwäbisch Gmünd
  • Ziel: Götzenmühle
  • Strecke: 19 km
  • Gehzeit: 6,5 Stunden
  • Kosten: Eintritt Kloster Lorch 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
  • Mitnehmen: Wasser und Proviant
  • Achtung: Rückfahrt mit Regionalbahn ab Lorch im 60-Min.-Takt

Unsere Tagesetappe führt auf schönem Weg von der Stauferstadt Schwäbisch Gmünd hinauf zum Lindenfirst, durch den Taubentalwald zum Kloster Lorch und schließlich, nach einem Schwenk über die Schelmenklinge, zur Götzenmühle am gleichnamigen Götzenbach.

Los geht es am Marktplatz der alten Stauferstadt Schwäbisch Gmünd, wo sich über 800 Jahre Baugeschichte versammeln. Die Altstadt verlassen wir Richtung Himmelsgarten / Taubental. Nun geht es stetig bergauf. Belohnt wird man mit einer der schönsten Aussichten auf Schwäbisch Gmünd, das Remstal und die drei Kaiserberge: Das Gmünder Architekturprojekt der 16 Stationen nimmt am   Aussichtspunkt Lindenfirst die Tradition alter Tanzlinden wieder auf. Von hier entfaltet sich ein traumhaftes Panorama.

Im großen Bogen geht es nordwärts durch den Erholungswald Taubental. Insbesondere für Familien mit Kindern lohnt sich hier ein Abstecher zum Naturatum Erlebniswaldpfad. Der Skypark Kletterwald liegt ebenfalls nahe der Wanderroute.

Im Rotenbachtal wird es auf den folgenden Kilometern geschichtsträchtig: Am Römerkastell Freimühle geht es um den Bergsporn des Vogelhau herum zum Limes-Informationszentrum. Entlang des Limes-Wanderwegs wird das spannende Aufeinandertreffen des obergermanischen Limes auf die rätische Mauer an der ehemaligen Grenze der römischen Provinzen Obergermanien und Rätien beleuchtet.

Über Wiesen und Felder geht es weiter ins Tal des romantischen Schweizerbachs, dem wir ein Stück bergan bis zu einer Spitzkehre folgen. Ab hier geht es durch die Annaklinge wieder talwärts, bis der große Komplex des Klosters Lorch ins Blickfeld rückt. Nach kurzer Rast am sehenswerten Kloster führt ein schöner Waldweg an einigen Mammutbäumen vorbei hinauf zur Schelmenklinge, einer urwüchsigen, schmalen Waldschlucht, in der seit Jahrzehnten kleine Wasserspiele Kinderherzen höherschlagen lassen. Am Ausgang des Schelmenklingenwegs an der Götzenmühle ist das Ziel unserer Etappe erreicht.

Radfahren: Von Der Remsmündung durch das Untere Remstal


 

  • Start: Remseck, Hechtkopf
  • Ziel: Schorndorf
  • Strecke: 31 km
  • Fahrzeit: 2,5 Stunden
  • Kosten: Eintritt Galerie Stihl Waiblingen 6 Euro, Kinder bis  16 Jahre frei

Am Hechtkopf in Remseck, wo zwei wunderbare Flusslandschaften aufeinandertreffen und die Rems in den Neckar mündet, steigen wir in den Remstal-Radweg ein, der ab hier in großen Teilen immer am Fluss entlang auf familienfreundlich flacher Strecke über Waiblingen, Weinstadt, Schorndorf und Schwäbisch Gmünd, am Quellort Essingen vorbei, bis nach Aalen führt. Die Weinbaugemeinde Korb ist über eine Themenschlaufe angebunden.

Gleich zu Beginn genießt man von der großen glasgedeckten, 80 Meter langen Holzbrücke einen wunderbaren Blick auf Rems und Neckar. Unten am Fluss liegt der Neckarstrand mit seinem naturnahen Spielplatz am Wasser und dem neu angelegten Schwimmsteg. Gleich nebenan ist mit dem Badehaus das erste Architekturprojekt der 16 Stationen zu bewundern, das alle Gartenschau-Kommunen des Jahres 2019 miteinander verbindet. Von den Remsbalkonen bieten sich im weiteren Verlauf ebenfalls schöne An- und Aussichten auf die Rems. Im Hintergrund, wo mit dem Rathausareal die Neue Mitte Remsecks in die Höhe strebt, drehen sich die Baukräne.

Auf herrlicher Strecke geht es nun durch das Naturschutzgebiet Unteres Remstal den weiten Mäandern der Rems folgend an der Hegnacher Mühle vorbei in Richtung Waiblingen. Grüne Flussauen säumen hier die Stadtmauer, die eine idyllischen Altstadt umgibt. In den historischen Mauern pulsiert buntes Leben, in der Galerie Stihl ist herausragende Kunst zu sehen und auf der Schwaneninsel lädt nicht nur ein schöner Biergarten zur Rast, hier wurde auch das dekonstruierte „Weiße Haus“als weiteres Projekt der 16 Stationen „errichtet“.

Vorbei am Landschaftspark Talaue geht es weiter nach Beinstein. Vom Ruderclub Ghibellinia bis zu den Sulzwiesen im Beinsteiner Osten begleiten die Radler bunte Buchstabenskulpturen als Reminiszenz an die gut 100 Jahre andauernde Mineralwasserförderung in den Beinsteiner Sulzwiesen.

Bald ist Weinstadt erreicht. Im Ortsteil Endersbach kann man sich am Bahnhof (dem offiziellen Startpunkt des Remstal-Radwegs) beim Tourismusverein Remstal-Route mit aktuellen Infos versorgen und mit dem Kaminhaus ein weiteres 16-Stationen-Projekt besuchen, in Großheppach bietet der neu angelegte Remsstrand mit Erlebnisspielplatz und Biergarten einen schönen Pausenplatz an der Häckermühle. Es lohnen sich ein Abstecher in Richtung Remshalden-Grunbach und Geradstetten und ein Stopp am neuen Bürgerpark, der mit dem Schauweinberg, dem Weltgarten, dem Rosenpavillon als 16-Stationen-Projekt sowie einem Natur- und Wasserspielplatz mehrere Freizeitattraktionen  miteinander verbindet.

In Winterbach ist ein Halt am Dorf- und Heimatmuseum empfehlenswert, das unter anderem eine schöne Puppen- und Spielzeugsammlung beherbergt. Nun ist es nicht mehr weit zum Etappenziel Schorndorf. Die Geburtsstadt von Gottlieb Daimler glänzt mit einer bildschönen Altstadt, die gespickt ist mit sehenswerten Baudenkmälern. Mittelpunkt ist der von Fachwerkhäusern umgebene Marktplatz mit dem Alten Rathaus. Nach einem ausgiebigen Bummel durch die City findet ein ereignisreicher Tag am Ziegeleisee des modernen Oskar Frech SeeBads einen entspannenden Abschluss.

Mit dem Kanu auf der Rems

Zwischen Weinstadt und Waiblingen kann man das Remstal auf einer durchgängigen Kanuroute vom Wasser aus erleben. Zur Remstal Gartenschau 2019 wurden Einstiegsstellen neu angelegt und es entstanden attraktive Kanurastplätze am Fluss: auf Weinstädter Gemarkung am Bootsanleger beim Steinbruch, auf Waiblinger Seite an der Geheimen Mühle, in der Luisenanlage, am Hahn’schen Wehr und am Häckerwehr. Eine Umtragungsstelle macht das Birkelwehr am Steinbruch passierbar. Die Rems ist nicht nur für Kanuten ein attraktives Freizeitziel, am Anleger auf der Schwaneninsel werden an Sommerwochenenden neben  Kanus auch Stand-up-Paddling-Bretter verliehen.

Der Reiseführer

Anlässlich der Remstal Gartenschau 2019 hat MARCO POLO eine Reiseführer-Sonderausgabe "Remstal" veröffentlicht, die exklusiv beim Kauf einer RemstalCard erhältlich ist. Auf knapp 100 Seiten werden darin die Highlights im Remstal und der Remstal Gartenschau 2019 aufgeführt.
 

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